Baller-Balla

Ein Wunder, ein Wunder! Die Zeit ist grade stehen geblieben. Obwohl ich schon vier Stunden Til Schweiger als Tatort-Kommissar ertragen muss, ist es erst 21.38 Uhr. Knall-knall-bumm-bumm, Blut spritzt, böse Männer gucken böse, Schweigerlein rennt fahrenden Autos hinterher und, jaaaa, springt auf und – hihihihihi (hysterisch) – kann kein Frühstücksei machen fürs Töchterlein. Das wird selbstverständlich vom echten Schweiger-Nachwuchs gemimt und deshalb darf man ihm wohl nicht übel nehmen, dass es wie ein Brot spielt. Papi ist derweil größenwahnsinnig und realitätsentrückt wie immer und das Drehbuch so hanebüchen unlogisch und doof, dass sich der Verdacht aufdrängt, Schweiger habe selbst zur Feder gegriffen. Hat er aber nicht. Dafür ist er selbstironisch („Ich nuschel ein bisschen.“) und will damit wohl den geballten Schwachsinn der großen Schweiger-One-Man-Show rechtfertigen. Funktioniert nicht. Auch sonst funktioniert absolut gar nix in diesem Krimi-Surrogat. Während ich noch überlege, warum der wunderbare Mark Waschke bei diesem Idioten-Spektakel mitmacht (warum, warum, warum?!?), fällt ein Frühstücksei zu Boden, das Spiel ist aus und ich freue mich auf nächsten Sonntag und den erwartungsgemäß wieder schön mittelmäßigen Tatort aus Leipzig mit der schmollmündigen Dumpfamsel Thomalla.

 

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Ein Kommentar zu “Baller-Balla

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