Ich bin ein Star, holt den Wendler hier raus

Alle Jahre wieder kommt es so sicher wie die Steuererklärung, die Oscar-Verleihung und ein Twitter-Streit zwischen Bum-Bum Boris und Oli Pocher: das Dschungelcamp. Alle Jahre wieder ist es mit neuen Promis bestückt – und doch passiert immer wieder das Gleiche: eine Kandidatin zickt, einige Kandidaten langweilen, viele sind ganz lieb und nett und eine(r) überrascht ganz doll. Nach der Dschungelpremiere heute bei RTL ist mindestens eine Rolle schon ganz klar besetzt: Ex- „Austria’s next Topmodel“ Larissa Marolt nervt unendlich, weil ihr irgendwas auf den Fuß fällt, weil da überall Spinnen sind, weil sie nicht aufhören kann zu plappern, weil ihr nichts passt und weil sie partout keinen BH tragen will. Winfried Glatzeder sieht sich die kreischende, hüpfende, alberne Blondine kurz an und ist dann sicher: „Solche Menschen habe ich noch nie kennengelernt.“ Die anderen sind weniger freundlich. Busenwunder und Bachelor-Nackedei Melanie Müller – die übrigens das Zeug dazu hat, doll zu überraschen, da anscheinend viel vernünftiger als erwartet – meint fassungslos: „Die ist völlig verbummelt“, oder auch „Du bist doch verwirrt, Mensch!“.

Klar, dass Larissa von ihren Mitstreitern zur ersten Dschungelprüfung geschickt wird, dort kaum was gebacken kriegt und es der arme Wendler, der mitgeschickt wurde, richten muss. Fast apathisch lässt der jede Ekligkeit über sich ergehen und wirkt ganz nett und – nachdem er die obligatorischen „Ich bin die geilste Sau der Welt“-Sprüche abgelassen hat – fast entspannt. Nach dem Tripp in die Normalität wird er aber schnell wieder zum Wendler, als er sich nach der Prüfung aufregt, dass er „allein“ gelassen wurde, nicht richtig duschen konnte, irgendwelche Schuhe anziehen musste, obwohl er voller Schleim war blablabla. Also, dass das hier so ist habe er nun wirklich nicht gewusst und wenn das so weitergehe, dann … „Soll er halt ‚Ich bin ein Star, holt den Wendler hier raus“ rufen, meint Ex-Ruck-Zuck-Moderator Jochen Bendel. Auch die anderen finden den Diven-Alarm von Wendlerscher Seite doof und nur Larissa eilt ihrem Mit-Prüfling hier zur Hilfe: Larissa: „Der hat die ganzen grünen Ameisen an den Eiern. Bitte.“

Beim Moderatoren-Duo Daniel Hartwich und Sonja Zietlow kann Wendler nicht auf Verständnis hoffen: „Wenn der Wendler nicht will, dass Kameras auf ihn gerichtet sind, dann soll er doch wieder zum Echo gehen.“ Sprüche dieser Couleur hauen die beiden einen nach dem anderen raus, denn die Autoren des Dschungelcamps sind wie gewohnt bestens gelaunt. Da wird man von Hartwig fröhlich „zum Winterfest der Armutszuwanderung“ begrüßt und erfährt von Zietlow, dass alle Kandidaten kerngesund sind, „zumindest körperlich“.

Der beste Satz kam gegen Ende der Sendung dann aber doch vom Wendler. „Das ist doch hier kein Foltercamp“, ruft er aufgebracht. Oh doch, mein Lieber, oh doch …

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