Bohnen-Massaker

Das Dschungelcamp ist Geschichte, die Königin gekrönt, Dr. Bob hat längst wieder alles aufgeräumt und erholt sich von den German Celebrities. Und ich komme tatsächlich erst heute dazu, etwas über die RTL-Sozialstudie der Extraklasse zu schreiben. Weil es mir – ganz ohne Ekelfutter aus Dschungelgetier – so ging wie Marco in seiner bereits jetzt legendären Prüfung mit Melanie (O-Ton Maro: „I kann des nöd. I muass spein.“)

Für passionierte Camp-Gucker war der 2014er-Jahrgang etwas ganz Besonderes. Am Anfang sah alles noch so aus wie immer – nämlich nach der klassischen Rollenverteilung. Starring: Larissa als Oberzicke, Gabby und Marco als sexy Couple, Winfried und Mola als Stimmen der Vernunft und Melanie und der Wendler als Überraschungseier (soll heißen: Sind gar nicht so bescheuert, wie man denkt). Doch tatsächlich kam (fast) alles anders. Denn die Rollen waren nie festgelegt. Jeden Tag wurde den Zuschauern eine andere Seite des Promis gezeigt  – und die Sympathien wanderten vom einen zum anderen.

Gut. Melanie hat tatsächlich überrascht. Sie war zupackend, unerschrocken, bodenständig. Viel mehr ganz normale Frau als überschmicktes Bachelor-Nackedei. Echte und ehrliche Menschen werden geliebt. Deshalb für sie verdient die Krone. Die hätte sich aber auch Larissa redlich verdient. Denn ohne sie wäre das Camp unendlich viel langweiliger gewesen. Ihre Ausraster, ihre Geschichten, ihre Ecken und Kanten, ihre Menschlichkeit waren einfach überwältigend. Dass die anderen ihre Lästermäulchen über sie zerissen nützte ihnen nichts. Gabby und Marco (die übrigens kein Paar wurden …) flogen aus dem Camp, nachdem sie zu dolle über Larissa hergezogen hatten. Mola verspielte alles Sympathien, als er nach einer gemeinsamen Dschungelprüfung so tat, als habe er alles gewuppt (dabei hatte Larissa den schwierigeren Part). Und der gute Winfried zeigte sich cholerisch und jenseits aller Vernunft, als er Larissa sogar schlug, später alles von sich wies und sich schließlich damit „entschuldigte“, dass das ständige Bohnen-Essen ihn zum … tja… Schläger gemacht hätten.

Und der Wendler? Der ist dann doch genau so realitätsentrückt und größenwahnsinnig wie man denkt.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass man nie zu viele Bohnen essen sollte und die Frage, wo in aller Welt RTL seine genialen Autoren, Redakteure und Regisseure das ganze Jahr über versteckt …

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