Mütter aller Länder – vereinigt euch!

Stillen oder Flasche, Babybett im Eltern- oder im eigenen -Zimmer, Tragetuch oder Kinderwagen, Globuli oder Pharma oder gar nix, welche Pflege ins Badewasser, welche Impfungen, später dann: Kita wann, wo und überhaupt, wann wieder arbeiten und in welchem Umfang, nur Bio füttern oder auch konventionell, welche Kurse besuchen – kurz: Was kann/muss/sollte ich tun, um mein Kind perfekt aufs Leben vorzubereiten und wie kann ich die beste Mama sein? Seit ich Mutter bin, stelle ich mir fast täglich solche und 1 Million ähnlicher Fragen und die anderen Muttis im meinem Umfeld bestätigen mir, dass es bei ihnen genauso ist. (Bei den Vätern auch, na klar. Aber da ich nunmal Frau bin, geht’s hier erstmal nur um Mütter.)

Wann ist er uns eigentlich abhanden gekommen, unser Mutterinstinkt? Warum hören wir nicht einfach tief in uns rein und tun das, was der Bauch uns sagt, anstatt Internet und 1000 Ratgeber zu bemühen, um nach der Lektüre verwirrter zu sein wie vorher? Und – für mich das Wichtigste – wann haben wir aufgehört, solidarisch zu sein? Solidarität und Frauen, genau. Unter Müttern! Klar gibt’s die. Aber der Trend zur unverhohlenen Kritik anderer Lebensentwürfe wie dem eigenen greift um sich, ergaben Studien von Expertinnen (soll heißen: Ich hab mich umgehört und viele bestätigen es mir. Nicht repräsentativ? Who cares!)

Ein Beispiel? Sehr gerne: Sagt doch neulich eine Mutti, die zum zweiten Mal schwanger ist, allen Ernstes: „Ich finde es richtig schlimm, wenn Leute nur ein Kind wollen. Das ist egoistisch und dem Kind gegenüber total unfair. Die wollen das Kind nur als Statussymbol. Überhaupt sind die dann gar keine richtigen Familie, sondern nur ein Paar mit Kind.“ Fassungslos hörte ich mir das an und dachte: Klar, man darf seine Meinung sagen. Klar, man darf und soll diskutieren. Aber so knallhart über andere zu urteilen? Das find ich schon ein starkes Stück …

Von den vielen: „Waaas, ihr gebt eurem Kind Weißmehl und Schokolade?“; „Wie – es geht mit 2 noch nicht in den Kurs: Leitung eines Symphonieorchesters?“; „Mit einem Jahr schon in die Kita? Armes Kind.“; „Mit einem Jahr noch nicht in die Kita? Armes Kind.“ jetzt mal ganz zu schweigen.

Job und Familie unter einen Hut zu bringen ist schwierig. Immer noch und besonders für Mütter, die ja meist diejenigen sind, die erstmal den Job aufgeben und dann in Teilzeit arbeiten etc (Ich will gar nicht jammern. Bei mir war es genauso und ich hab es gern gemacht. Möchte keine Sekunde mit Mausi missen!) Aber harsche Kritik von anderen Müttern – bitte nicht. Lasst es doch jede so machen, wie sie es gerne will (und wie es ihr das Bauchgefühl und nicht der olle Ratgeber sagt … ) Lasst uns versuchen, einander zu verstehen. Lasst uns zusammen stehen. (Ich ereifere mich.) Aber ich habe einen Traum… Und da sind alle Mütter Schwestern. Ach was, alle Frauen!

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